Allgemeine Reisebedingungen
Die nachstehenden Allgemeinen Reisebedingungen gelten für Reiseveranstaltungen,
die Freimuth Reisen GmbH, Minden, als Reiseveranstalter anbietet.
Bitte beachten Sie die Hinweise / Fristen in den Punkten 5.2; 9.1;
11.1 und 11.2 - 5

1. Anmeldung, Reisebestätigung
1.1 Mit der Anmeldung (Buchung) bietet der Reisende den Abschluss des Reisevertrages
gegenüber dem Reiseveranstalter verbindlich an. Grundlage dieses
Angebotes sind die Reiseausschreibung und die ergänzenden Informationen des
Reiseveranstalters für die jeweilige Reise, soweit diese dem Reisenden vorliegen.
Die Anmeldung kann schriftlich, mündlich, per Telefax oder per E-Mail über
das Internet erfolgen. Der Reisevertrag kommt mit dem Zugang der Annahmeerklärung
des Reiseveranstalters zustande. Sie bedarf keiner bestimmten Form.
Bei oder unverzüglich nach Vertragsabschluss wird der Reiseveranstalter dem
Reisenden eine schriftliche Reisebestätigung übersenden. Hierzu ist der Reiseveranstalter
nicht verpflichtet, wenn die Buchung durch den Reisenden weniger
als 7 Werktage vor Reisebeginn erfolgt.
1.2 Weicht der Inhalt der Annahmeerklärung des Reiseveranstalters vom Inhalt
der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das
er für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage
dieses neuen Angebotes zustande, wenn der Reisende innerhalb der Bindungsfrist
dem Reiseveranstalter die Annahme durch ausdrückliche Erklärung,
Anzahlung oder Restzahlung erklärt.

2. Zahlung
2.1 Reiseveranstalter und Reisemittler dürfen Zahlungen auf den Reisepreis
vor Beendigung der Reise nur fordern oder annehmen, wenn dem Reisenden
der Sicherungsschein übergeben wurde. Nach Vertragsabschluss wird gegen
Aushändigung des Sicherungsscheins die in der Reisebestätigung / Rechnung
ausgewiesene Anzahlung in Höhe von € 300,- pro Person zur Zahlung fällig. Die
Restzahlung wird 4 Wochen vor Reisebeginn fällig, sofern der Sicherungsschein
übergeben ist und die Reise wie gebucht durchgeführt wird. Die Zusendung der
Reiseunterlagen erfolgt mit Eingang der vollständigen Zahlung auf dem Konto
des Reiseveranstalters, jedoch nicht früher als 7 Tage vor Reiseantritt.
2.2 Wenn bei kurzfristiger Buchung die Zahlung des Reisepreises erst wenige
Tage vor Reisebeginn erfolgt, übermittelt der Reisende unverzüglich den bankbestätigten
Einzahlungsbeleg per Fax oder E-Mail.
2.3 Leistet der Reisende die Anzahlung und / oder die Restzahlung entsprechend
den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten nicht, so ist der Reiseveranstalter berechtigt,
nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag zurückzutreten und den
Reisenden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 6.1 zu belasten.

3. Leistungen, Preise, Inhalt des Reisevertrages
3.1 Welche Leistungen und Preise vertraglich vereinbart sind, ergibt sich aus
den Leistungsbeschreibungen im Reiseprospekt, so, wie sie Vertragsgrundlage
geworden sind und aus den hierauf bezugnehmenden Angaben in der Reisebestätigung.
Die in der Ausschreibung enthaltenen Angaben sind für den Reiseveranstalter
bindend. Der Reiseveranstalter behält sich jedoch ausdrücklich vor, vor
Vertragsabschluss eine Änderung der Ausschreibung zu erklären, über die der
Reisende vor Buchung informiert wird.
3.2 Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen, die ihm ordnungsgemäß
angeboten wurden, nicht in Anspruch aus Gründen, die ihm zuzurechnen sind,
hat er keinen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises. Der Reiseveranstalter
wird sich um Erstattung der ersparten Aufwendungen durch die
Leistungsträger bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig
unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder
behördliche Bestimmungen entgegenstehen. Der Reiseveranstalter ist berechtigt,
20% des erstatteten Betrages als Ausgleich für seine Mühen und Kosten
einzubehalten.
3.3 Reisevermittler (z. B. Reisebüros) und Leistungsträger (z. B. Hotels, Beförderungsunternehmen)
sind vom Reiseveranstalter nicht bevollmächtigt, Vereinbarungen
zu treffen, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen zu machen, die den
vereinbarten Inhalt des Reisevertrages abändern, die über die vertraglich zugesagten
Leistungen des Reiseveranstalters hinaus gehen oder im Widerspruch
zur Reiseausschreibung stehen.
3.4 Orts- und Hotelprospekte, die nicht vom Reiseveranstalter herausgegben
werden, sind für den Reiseveranstalter und dessen Leistungspflicht nicht verbindlich,
soweit sie nicht durch ausdrückliche Vereinbarung mit dem Reisenden
zum Gegenstand der Reiseausschreibung oder zum Inhalt der Leistungspflicht
des Reiseveranstalters gemacht wurden.

4. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften
4.1 Der Reiseveranstalter wird Staatsangehörige eines Staates der Europäischen
Gemeinschaft, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen von
Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss sowie über deren
eventuelle Änderungen vor Reiseantritt unterrichten. Für Angehörige anderer
Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Dabei wird davon ausgegangen,
dass keine Besonderheiten in der Person des Reisenden und eventueller Mitreisender
(z. B. Doppelstaatsangehörigkeit, Staatenlosigkeit) vorliegen.
4.2 Der Reisende ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der notwendigen
Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten
von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, die aus dem Nichtbefolgen
dieser Vorschriften erwachsen, z. B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen
zu seinen Lasten. Dies gilt nicht, wenn der Reiseveranstalter schuldhaft nicht,
unzureichend oder falsch informiert hat.
4.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht für rechtzeitige Erteilung und den Zugang
notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Reisende
ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass der Reiseveranstalter
eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat.

5. Leistungsänderungen, Preiserhöhung
5.1 Änderungen wesentlicher Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des
Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und vom Reiseveranstalter
nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur
gestattet, soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt
der Reise nicht beeinträchtigen. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben
unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Der
Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Reisenden über wesentliche Leistungsänderungen
unverzüglich nach Kenntnis vom Änderungsgrund zu informieren.
5.2 Der Reiseveranstalter behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten
Reisepreis im Falle der Erhöhung der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie
Hafen- oder Flughafengebühren oder im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten
entsprechend wie folgt zu ändern:
5.2.1 Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben, wie
Hafen- oder Flughafengebühren gegenüber dem Reiseveranstalter erhöht, so
kann der Reisepreis um den entsprechenden anteiligen Betrag heraufgesetzt
werden.
5.2.2 Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Beförderungskosten,
insbesondere die Treibstoffkosten, so kann der Reiseveranstalter
den Reisepreis entsprechend erhöhen.
5.3 Eine Erhöhung nach den Ziffern 5.2.1/5.2.2 ist nur zulässig, sofern zwischen
Vertragsabschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als vier Monate liegen
und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsabschluss weder
eingetreten noch für den Reiseveranstalter vorhersehbar waren.
5.4 Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises oder einer nachträglichen
Änderung einer wesentlichen Reiseleistung hat der Reiseveranstalter
den Reisenden unverzüglich, spätestens jedoch 21 Tage vor Reiseantritt, davon
in Kenntnis zu setzen. Preiserhöhungen nach diesem Zeitpunkt sind nicht zulässig.
Bei Preiserhöhungen von mehr als 5% oder im Falle einer erheblichen
Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reisende berechtigt, ohne
Kosten vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens
gleichwertigen anderen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in
der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem
Angebot anzubieten. Der Reisende hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung
des Reiseveranstalters über die Leistungs- oder Preisänderung diesem
gegenüber geltend zu machen.

6. Rücktritt durch den Reisenden, Stornokosten, Umbuchung, Reiseversicherungen
6.1 Der Reisende kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten.
Der Rücktritt ist gegenüber dem Reiseveranstalter unter der nachfolgend angegebenen
Anschrift zu erklären. Falls die Reise über ein Reisebüro gebucht
wurde, kann der Rücktritt auch diesem gegenüber erklärt werden. Dem Reisenden
wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären. Tritt der Reisende
vor Reisebeginn zurück, so verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den
Reisepreis. Stattdessen kann der Reiseveranstalter, soweit der Rücktritt nicht
vom ihm zu vertreten ist oder ein Fall Höherer Gewalt vorliegt, eine angemessene
Entschädigung für die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und
seine Aufwendungen in Abhängigkeit von dem jeweiligen Reisepreis verlangen.
Der Reiseveranstalter hat diesen Entschädigungsanspruch zeitlich gestaffelt, d.
h. unter Berücksichtigung der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich
vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis vom Reisepreis
pauschaliert und bei der Berechnung der Entschädigung gewöhnlich ersparte
Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen
berücksichtigt. Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des
Zugangs der Rücktrittserklärung des Reisenden wie folgt berechnet:
Flugpauschalreisen mit Linienflug zu Veranstaltertarifen
Bis zum 31. Tag vor Reiseantritt : 10% des Reisepreises
Ab 30. bis 15. Tag vor Reiseantritt : 25% des Reisepreises
Ab 14. bis 7. Tag vor Reiseantritt : 40% des Reisepreises
ab 6. Tag vor Reiseantritt: 60% des Reisepreises.
Weitere Pauschalreisen mit Linienflug zu Sonderindividualtarifen bzw. Spezialindividualtarifen
unterliegen besonderen Zahlungs- und Rücktrittsbedingungen,
die über unser Büro angefragt werden können. Dem Reisenden bleibt es in
jedem Fall unbenommen, dem Reiseveranstalter nachzuweisen, dass diesem
überhaupt kein oder ein wesentlich niedriger Schaden entstanden ist, als die
von ihm geforderte Pauschale. Der Reiseveranstalter behält sich vor, in Abweichung
von den vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung
zu fordern. In diesem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geforderte
Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer
etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern
und zu belegen.
6.2 Ein Anspruch des Reisenden nach Vertragsabschluss auf Änderungen
hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der
Unterkunft oder der Beförderungsart (Umbuchung) besteht nicht. Wird auf
Wunsch des Reisenden dennoch eine Umbuchung vorgenommen, kann der
Reiseveranstalter ein Umbuchungsentgelt von 50,00 € pro Reisenden, zzgl. evtl.
Kosten, die durch Buchung von Sonderindividualtarifen bzw. Spezialindividualtarifen
entstehen, erheben. Solche Umbuchungen sind nur bis zum 31. Tag vor
Reisebeginn möglich. Umbuchungswünsche ab dem 30. Tag vor Reiseantritt
können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom
Reisevertrag gemäß Ziffer 6.1 zu den dortigen Bedingungen und gleichzeitiger
Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen,
die nur geringfügige Kosten verursachen.
6.3 Bearbeitungs-, Rücktritts- und Umbuchungsentgelte sind sofort fällig.
6.4 Dem Reisenden wird in diesem Zusammenhang der Abschluss einer
Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung empfohlen, ebenso der Abschluss
einer Auslandsreisekrankenversicherung mit Rückholschutz.

7. Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen
Der Reiseveranstalter kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen,
wenn der Reisende ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstalters
nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass
die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der Reiseveranstalter,
so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den
Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen,
die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen
Leistung erlangt, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gutgeschriebenen
Beträge.

8. Hinweis zur Kündigung wegen Höherer Gewalt
Zur Kündigung des Reisevertrages wird auf die gesetzliche Regelung im BGB
verwiesen, die wie folgt lautet: 㤠651j: (1) Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss
nicht voraussehbarer Höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet
oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende
den Vertrag allein nach Maßgabe dieser Vorschrift kündigen. (2) Wird der
Vertrag nach Absatz 1 gekündigt, so finden die Vorschriften des § 651 e Abs.
3 Sätze 1 und 2, Abs. 4 Satz 1 Anwendung. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung
sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die
Mehrkosten dem Reisenden zur Last.“

9. Obliegenheiten des Reisenden
9.1 Mängelanzeige: Wird die Reise nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der
Reisende Abhilfe verlangen. Der Reisende ist aber verpflichtet, dem Reiseveranstalter
einen aufgetretenen Reisemangel unverzüglich anzuzeigen. Unterlässt
er dies schuldhaft, so tritt eine Minderung des Reisepreises nicht ein. Dies gilt
nur dann nicht, wenn die Anzeige erkennbar aussichtslos ist oder aus anderen
Gründen unzumutbar ist. Der Reisende ist verpflichtet, seine Mängelanzeige
unverzüglich der Reiseleitung am Urlaubsort zur Kenntnis zu geben. Ist eine
Reiseleitung am Urlaubsort nicht vorhanden, sind etwaige Reisemängel dem
Reiseveranstalter an dessen Sitz zur Kenntnis zu geben. Über die Erreichbarkeit
der Reiseleitung bzw. des Reiseveranstalters wird der Reisende in der Leistungsbeschreibung,
spätestens jedoch mit den Reiseunterlagen unterrichtet.
Die Reiseleitung ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Sie
ist jedoch nicht befugt, Ansprüche des Reisenden anzuerkennen.
9.2 Fristsetzung vor Kündigung: Will ein Reisender den Reisevertrag wegen eines
Reisemangels der in § 651 c BGB bezeichneten Art nach § 651 e BGB oder
aus wichtigem - dem Reiseveranstalter erkennbaren - Grund wegen Unzumutbarkeit
kündigen, hat er dem Reiseveranstalter zuvor eine angemessene Frist
zur Abhilfeleistung zu setzen. Dies gilt nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich
ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung
des Vertrages durch ein besonderes - dem Reiseveranstalter erkennbares
– Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird.
9.3 Gepäckschäden: Bei Schäden oder Zustellungsverzögerungen bei Flugreisen
empfiehlt der Reiseveranstalter dringend, diese unverzüglich an Ort und Stelle
mittels Schadensanzeige (P.I.R.) der zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen.
Fluggesellschaften lehnen in der Regel Erstattungen ab, wenn die Schadensanzeige
nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadensanzeige ist bei einer Beschädigung
am aufgegebenen Fluggepäck unverzüglich nach Entdeckung des
Schadens, spätestens binnen einer Frist von 7 Tagen, bei Verspätungsschäden
von aufgegebenem Fluggepäck binnen 21 Tagen zu erstellen. Im Übrigen ist der
Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck der Reiseleitung
bzw. dem Reiseveranstalter unmittelbar anzuzeigen.
9.4 Reiseunterlagen: Der Reisende hat den Reiseveranstalter zu informieren,
wenn er die erforderlichen Reiseunterlagen (z. B. Flugschein, Hotelgutscheine)
nicht innerhalb der vom Reiseveranstalter mitgeteilten Frist erhält.
9.5 Schadensminderungspflicht: Der Reisende hat den Eintritt eines Schadens
möglichst zu verhindern und eingetretene Schäden gering zu halten. Insbesondere
hat er den Reiseveranstalter auf die Gefahr eines Schadens aufmerksam
zu machen.

10. Beschränkung der Haftung
10.1 Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden
sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,
- soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig
herbeigeführt wird oder
- soweit der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden
allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
10.2 Die deliktische Haftung des Reiseveranstalters für Sachschäden, die nicht
auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reisepreis
beschränkt. Diese Haftungshöchstsumme gilt jeweils pro Reisenden und
Reise. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche im Zusammenhang
mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen bleiben von der Beschränkung
unberührt.
10.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und
Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich
vermittelt werden (z.B. Ausflüge), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung
und der Buchungsbestätigung ausdrücklich und unter Angabe
des vermittelnden Vertragspartners als Fremdleistung so eindeutig gekennzeichnet
werden, dass sie für den Reisenden erkennbar nicht Bestandteil der
Reiseleistungen des Reiseveranstalters sind. Der Reiseveranstalter haftet jedoch
für Leistungen, welche die Beförderung des Reisenden vom ausgeschriebenen
Ausgangsort der Reise zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderungen
während der Reise und die Unterbringung während der Reise beinhalten, wenn
und insoweit für einen Schaden des Reisenden die Verletzung von Hinweis-,
Aufklärungs- oder Organisationspflichten des Reiseveranstalters ursächlich
geworden ist.

11. Ausschluß von Ansprüchen, Verjährung, Abtretungsverbot
11.1 Ansprüche nach den § 651 c bis f BGB hat der Reisende innerhalb 1 Monats
nach dem vertraglich vorgesehenen Zeitpunkt der Beendigung der Reise
geltend zu machen. Die Geltendmachung kann fristwahrend nur gegenüber dem
Reiseveranstalter unter der nachfolgend angegebenen Anschrift erfolgen. Nach
Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche nur geltend machen, wenn er
ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert worden ist. Dies gilt
jedoch nicht für die Frist zur Anmeldung von Gepäckschäden, Zustellungsverzögerungen
bei Gepäck im Zusammenhang mit Flügen gem. Ziffer 9.3, diese
sind binnen 7 Tagen bei Gepäckbeschädigung, binnen 21 Tagen bei Gepäckverspätung
zu melden.
11.2 Vertragliche Ansprüche des Reisenden nach den § 651 c bis f BGB aus
der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit einschließlich des
Anspruchs auf Schmerzensgeld, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung des
Reiseveranstalters oder einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung
eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Reiseveranstalters
beruhen, verjähren in 2 Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den
Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des
Reiseveranstalters oder einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung
eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Reiseveranstalters
beruhen. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem
Vertrag nach enden sollte.
11.3 Alle übrigen vertraglichen Ansprüche nach den §§ 651 c bis f BGB verjähren
in 1 Jahr. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem
Vertrage nach enden sollte.
11.4 Schweben zwischen dem Reisenden und dem Reiseveranstalter Verhandlungen
über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so
ist die Verjährung gehemmt, bis der Reisende oder der Reiseveranstalter die
Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3
Monate nach dem Ende der Hemmung ein.
11.5 Durch die vorstehenden Bestimmungen bleiben die gesetzlichen Verjährungsregelungen
zu Schadenersatzansprüchen des Reisenden, insbesondere
gem. § 199 Abs. 2 BGB und § 199 Abs. 3 BGB unberührt.
11.6 Die Abtretung von Ansprüchen gegen den Reiseveranstalter ohne dessen
ausdrückliche Zustimmung ist ausgeschlossen.

12. Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens
Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des
ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet den Reiseveranstalter, den
Reisenden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft sämtlicher im
Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei
der Buchung zu informieren. Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft
noch nicht fest, so ist der Reiseveranstalter verpflichtet, dem Reisenden
die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich
den Flug durchführen wird bzw. werden. Sobald der Reiseveranstalter weiß,
welche Fluggesellschaft den Flug durchführen wird, muss er den Reisenden
informieren. Wechselt die dem Reisenden als ausführende Fluggesellschaft genannte
Fluggesellschaft, muss der Reiseveranstalter den Reisenden über den
Wechsel informieren. Er muß unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten,
um sicherzustellen, dass der Reisende so rasch wie möglich über den Wechsel
unterrichtet wird. Die „Black List“ ist auf folgender Internetseite abrufbar:
http://air-ban.europe.eu

13. Allgemeine Bestimmungen
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat nicht die
Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge. Das gleiche gilt für die
vorliegenden Allgemeinen Reisebedingungen.

Veranstalter:
Freimuth Reisen GmbH
Lindenstraße. 5
32423 Minden
Tel.: 0571 – 20507
Fax: 0571 – 87370
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Website: www.freimuth-reisen.de

Bankverbindung:
Sparkasse Minden-Lübbecke
BIC: WELADED1MIN
IBAN: DE87 4905 0101 0040 0948 98

Drucklegung: Februar 2017

0571-20507
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